Es gibt die verschiedensten Varianten von Parkettböden wie zum Beispiel:  

3-Schicht-Fertigparkett

Eine einfache und rasche Verlegung auch für Heimwerker wird durch die exakte, Verarbeitung in den modernsten Parkettwerken garantiert. Die meisten Holzarten werden mit fertiger lackierter Oberfläche oder auch in Naturgeölter Oberfläche angeboten. Parkett wird aus ausgesuchten Holzarten hergestellt wobei immer auf die Nachhaltigkeit des Rohstoffes geachtet wird.
Durch die heutigen hergestellten Clic-Verbindungen ist es relativ einfach den 3-Schicht Fertigparkett selbst zu verlegen.

Vorteile:

  • einfach und schnell verlegbar
  • keine all zu hohen Ansprüche auf den Untergrund
  • kostengünstig

2-Schicht-Fertigparkett

2-Schicht Fertigparkett muss auf jeden Fall vollflächig verklebt werden und ist für die schwimmende Verlegung nicht geeignet. Durch seine geringe Aufbaustärke von meist 10-11mm ist er speziell für Renovierungen geeignet, aber auch für diverse Verlegemuster wie Fischgrätmuster oder ähnliches zu verwenden. 2-Schicht Fertigparkett wird in lackierter und auch in geölter Oberfläche produziert und ist vom Format her sehr unterschiedlich so das für jeden Kunden das passende Format gefunden wird.

Massivparkett

Massivparkett wird ebenfalls in verschiedenen Formaten produziert, beginnend von 8 mm Stärke (Mosaikparkett) bis zu 22 mm (Stabparkett, Massivdielen) Massivparkett auf Estrich wird verklebt, auf Blindboden kann der Stabparkett und die Massivdiele auch genagelt oder geschraubt werden. Massivparkett wird hauptsächlich in Eiche produziert.

Parkett auf Fußbodenheizung

Holz hat einen geeigneten Wärmedurchlass- widerstand und eine gleichmäßige Wärme- verteilung, somit kann Parkett bis zu einer Stärke von 15 mm problemlos auf Fußbodenheizung verlegt werden. Parkettböden müssen auf nahezu allen klassischen Warmwasserfußbodenheizungen vollflächig verklebt werden. Weiters ist darauf zu achten dass nicht alle Holzarten (wie zum Beispiel Buche) für Fußbodenheizung geeignet sind.

RAUMKLIMA

Das wichtigste für einen dauerhaft schönen Holzboden ist in erster Linie das „richtige“ Raumklima

Falsches Raumklima oder unzureichende Pflege sind die häufigsten Ursachen für Probleme mit Holzfußböden Wenn die Temperaturen sinken, die Nase rinnt, die Wäsche neben der Heizung in Rekordzeit trocknet und dann auch noch Fugen zwischen den Parkettdielen entstehen, steht eines fest: Im trauten Heim hat das "Winter-Wüstenklima" Einzug gehalten. Die Folgen für den Menschen sind Müdigkeit, Unwohlsein, trockene Schleimhäute und damit zusammenhängend oft Bronchitis oder Virusinfektionen. Die Auswirkungen auf Holzfußböden sind, abhängig von Holz- und Verlegart, unterschiedlich stark bemerkbar, meist aber unerfreulich. Schuld daran ist das immer währende Bestreben des Naturwerkstoffes Holz, sich dem Umgebungsklima "anzupassen": Schwimmend verlegtes Fertigparkett dehnt sich zumBeispiel über die gesamte verlegte Raumfläche aus oder zieht sich zusammen. Ist der Abstand zwischen den Dielen und fix montierten Teilen wie z.B. Türstöcken, Heizungsrohren oder Wänden zu gering, kann sich der Holzboden bei zunehmender Luftfeuchte nicht mehr horizontal ausdehnen, sondern sucht sich den Weg nach oben – die „Bucklige Welt“ im Wohnzimmer ist dann garantiert. Ist der Boden mit dem Untergrund durch die Verklebung oder durch Nageln/Schrauben (relativ) fix verbunden, arbeiten die Bodenelemente ebenfalls, aber jedes einzeln - jede Diele bzw. jedes Holzelement quillt oder schrumpft individuell. Hier führt zu trockenes Raumklima zu Rissen und Fugen; bei mehrschichtigem Parkett können sich im schlimmsten Fall sogar die Decklamellen ablösen oder die Lamellen von Mosaikparkett machen sich selbstständig. Der Bewegungsdrang ist bei jeder Holzart unterschiedlich. Die in unseren Regionen so beliebte Buche mit ihren Vorzügen wie hohe Härte und optisch ansprechender Maserung besitzt zum Beispiel ein sehr ungünstiges Quell- und Schwindverhalten und kann sich (bei schwimmender Verlegung) in einem größeren Raum unter ungünstigen Umständen um einige Zentimeter ausdehnen oder zusammenziehen. Vorbeugend hilft da nur, entsprechend großzügig dimensionierte Ausgleichsfugen zu allen unbeweglichen Körpern einzuhalten und speziell ab einer bestimmten Raumlänge (ca. 5 Meter, wird oft bei Verlegung über mehrere Räume hinweg überschritten) zusätzliche Dehnungsfugen einzuplanen. Wer sich nun mit einem Laminatboden auf der sicheren Seite wähnt, irrt, denn dieser Bodenbelag besteht zum überwiegenden Teil aus mit Kunstharzverbundenen Holzschnitzeln und unterliegt somit ebenfalls dem Drang zu Expansion und Kontraktion. Kommt es aufgrund dauerhaft zu feuchten oder zu trockenen Raumklimas (oder auch durch extreme Schwankungen) zu Schäden und in weiterer Folge zu einer Beanstandung, liegt die Schuld erfahrungsgemäß nie beim Material. Das wird regelmäßig von den Parkettherstellern und Fachleuten betont, findet aber im Verkaufsgespräch leider oft keine Erwähnung. Holz ist zwar ein natürliches Material mit hervorragenden Eigenschaften und einem unnachahmlichen Flair, lässt sich aber nicht zwingen und reagiert lebenslang auf Umwelteinflüsse. Dabei wären nur einige wenige Regeln zu befolgen, um Probleme zu vermeiden:Entspannend und wohltuend für Mensch und Holzfußböden wirken ausgeglichene Temperaturen zwischen 20 und 22°C mit einer relative Luftfeuchtigkeit von 50 bis 60%. Die in unseren Breiten übliche Zentralheizung (Konvektionsheizung) ist durch die starke Luftumwälzung und -austrocknung leider denkbar ungünstig. Sie sollte bei Holzfußböden nur in Kombination mit Raumluftbefeuchtern oder Verdampfern eingesetzt werden. Auch Zimmerpflanzen (es gibt sogar speziell dafür gezüchtete Arten) und häufiges Stoßlüften können helfen. Die wohnbiologisch idealen Komponenten bestehen aus einer Strahlungsheizung (Kachelofen), Wänden aus Holz oder Ziegeln sowie einem Holzfußboden, der vorzugsweise offenporig (nicht lackversiegelt, sondern geölt) bleiben sollte. Damit haben Sie die besten Voraussetzungen für ein gesundes Wohlfühlklima geschaffen und sicherlich jahrelang viel Freude mit Ihrem Holzfußboden - ohne Risse und Fugen.